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Photo: Rene Greffin

PINX
Rudi Fischerlehner - dr, komp
Nikolaus Neuser - trp
Sebastian Borkowski - tenor sax
Fabian Kalbitzer - ebass


Frequent guests:
Tom Arthurs - trp
Ilse Riedler - sax
Ingrid Oberkanins - perc/vibes
Karl Sayer - db

 

P I N X
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Pinx gehört zu den Berliner Bands, die vielfältige Einflüsse und Zugänge in ihrem musikalischem Netzwerk zulassen, daher schwer zu beschreiben, aber umso anregender zu hören sind. Freie Improvisation und Interaktion gehören ebenso zum Vokabular des Quartetts wie komponiertes Material, das mit der Verwendung von komplexen Grooves, Soundcollagen und starken Farbwechseln Elektronik- und Post-Rock-typische Ideen in ein akustisches Jazzumfeld übersetzt.

Die eingespielten Musiker fusionieren diese unterschiedlichen Ideen zu einem lebendigen Konglomerat; experimentier- und spielfreudig wühlen sie sich durch den musikalischen Untergrund.

Die CDs "Pinx" (2005) und "milieu" (2007) erschienen auf Farai-Records (Vertrieb: NRW, Sounddesign und Squidco).



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Presse

In der Wahlheimat Berlin ist der Oberösterreicher Rudi Fischerlehner nicht nur zum formidablen Schlagzeuger gereift, sondern auch zum Bandleader: Im Quartett Pinx zappt man energetisch zwischen freiem Jazz, Punk und kontrapunktischem Material. Die neue CD "Milieu" (Farai Records) lässt live Großes erwarten.
Andreas Felber, DER STANDARD, 2. Oktober 2007

Anfänglich uptempo, aber gleich auch schon im Stau und auf Umleitungen dirigiert. Trotz des E-Basses nicht fusion-orientiert, eher von abrupten Tempowechseln bestimmt, von cooler oder angerauhter Trompetenpoesie, kontrastiert mit dringlichen Saxophonsturmläufen.(Fischerlehners) krummtaktiger Swing ist total abgespeckt, Ockham´s Rasiermesser in Aktion. Rhythm, isn´t it?
Bad Alchemy über "milieu", 2007

...bruchhafte Soundcollagen zwischen abstrakten Texturen und elektronischen Grooves, Indie-Rock und Jazzeinflüssen...
Andreas Felber, Der Standard, 24.6.2006

Pinx, ein erstaunliche Originalität offenbarendes Quartett mit Trompete, Saxophon, E-Bass und Schlagzeug auf der Suche nach eigenen Wegen durch die brodelnden Klangwelten der Gegenwart. (...) Bögen, die von straff organisierten Strukturen über freies Spiel bis hin zu Klangflächen reichen.
Bert Noglik, Jazzfacts/Deutschlandfunk, 15.April 2005

Das Leben ist grau, der Aschenbecher quillt über, der Blick in den Hinterhof verheißt nichts Gutes außer Pfützenromantik. Die Melancholie kommt mit der Trompete: Weiche, traurige Linien, Fragezeichen, die nach Bestätigung suchen, Musikfetzen, die im Nirgendwo enden. Nikolaus Neuser blendet sich aus dem Geschehen aus. Das Berliner Musikerkollektiv Pinx stöhnt belustigt auf. Saxofonist Sebastian Borkowski gibt einen bellenden Kommentar ab, Fabian Kalbitzers E-Bass signalisiert gleichmütige Zustimmung für alles und jeden, am Schlagzeug ist der Teufel los.
Rudi Fischerlehner vertreibt die schöne Großstadtmelancholie, in die man sich so bereitwillig eingelassen hat.
Das war die Ballade des Sets, wird der österreichische Wahl-Berliner anmerken. Schluss mit lustig heißt das. Und: Zeit für härteren Stoff in der Ebene 3 im K3 Heilbronn. Etwa für ein Schlagzeuggewitter, das sich gewaschen hat. Für einen Angriff der Martinshörner, Zeit für schrägen, kraftstrotzenden Jazz. „Have you been out there?“, fragen die Heißsporne. Man sollte die Frage wahrheitsgemäß beantworten: Mit Pinx ist nicht zu spaßen.
In New York hat Schlagzeuger Rudi Fischerlehner, das Gehirn der Gruppe, zuletzt Komposition studiert. Verliebt in eine anspruchsvolle Collagentechnik, verbindet er Elemente von Drum ’n’ Bass, Neuer Musik und DJ-Techniken: Ein aufregendes Gewühle durch den musikalischen Untergrund.
Heilbronner Stimme, 28.03.2006

Da möchte man doch mal erfahren, was im Kopf des Exil-Österreichers Fischerlehner so vor sich geht, wo die Verbindungen zu Einflüssen jenseits des eigentlich nicht so unkonventionellen Jazz liegen, der hier eben nur unglaublich agil und frivol um die Ecke kommt. Mit zugekniffenen Augen wirkt er in seiner schüchternen Schlaksigkeit ein wenig wie ein Jarvis Cocker, dem der Pop in der Brust zu groß geworden ist und nun deshalb mit einem wirklichen Kramladen an Stöckchen und Glöckchen sein Schlagwerk behängt, bearbeitet und streift, abseitig, zurückgezogen und doch freundlich.
Hier ist die Passion offensichtlich, die Bläser Neuser und Borkowski arbeiten wie zwei Flügel einer schizophrenen Lunge; bei einem der unkonventionelleren Stücke namens "Ende vorbei" gerät sie bei einer Brise Balkan-Kirmes ordentlich ins Flattern. (...)
Live für alle, die noch keine alten Jazzhasen sind und doch in die Materie verliebt, sicher eine Offenbarung, doch auch die dazugehörige Debüt-Konserve "Pinx" (2005, Farai-Records) zwingt zum Aufhorchen.
Norbert Seidel, Dresdner Neueste Nachrichten, Februar 2006

Einen würdigen Festival-Auftakt setzte die Berliner Formation ’Pinx’. Das war unverschämt selbstbewusste Musik. Die Kompositionen stammen aus der Feder des Schlagzeugers Rudi Fischerlehner. Kraftvolle, prägnante Töne von Trompete und Saxophon, starke Melodien, ordentlicher Drive von Schlagzeug und Elektrobass, Witz und große Spiellaune sowie ein hervorragendes Zusammenspiel zeichnete den ersten Beitrag aus.
le nightflight, April 2005

Pinx verbinden jazzige Phrasen mit Elementen aus Drum´n´Bass und Rock und schaffen damit eine eigenständige musikalische Form.
Alfred Krondraf, concerto, August 2005

Bei Pinx handelt es sich um das Quartett des in Berlin weilenden österreichischen Schlagzeugers Rudi Fischerlehner, der auch für sämtliche Kompositionen dieser CD verantwortlich zeichnet. Der, durch unwiderstehlichen Drive, E-Bass und prägnante Linien des vielseitigen Trompeters Nikolaus Neuser geprägte Ensemblesound wird durch das kernige, vor allem im unteren und mittleren Register seines Instruments beheimatete Spiel des Tenorsaxophonisten Sebastian Borkowski optimal geerdet.
Martin Gansinger, jazzzeit, Juli / August 2005

(...) Die gleichnamige Debut-CD "Pinx" liegt nun vor. Ganz in der Tradition von Ornette Colemans Revolte der 60er, mit einem Touch von Drum & Bass vielleicht. Zweifellos talentiert, auch schon mit vollem Sound in der Besetzung mit Drums, Bass, Sax und Trompete. Ein lobenswerter Versuch, den freien Jazz mit den Sounds des neuen Jahrtausends zu verknüpfen. (haun)
OÖ Nachrichten, 28.Dezember 2005